Achim`s Kunst

Turmalin als Teil der Bildkomposition

Turmalin Schmuck Kunst neu entdecken: Erfahre, wie Edelsteine in kreativen Bildkompositionen und Collagen zu moderner Kunst werden.

Turmalin Schmuck Kunst verbindet edle Materialien mit kreativer Gestaltung. Besonders moderne Designer zeigen, wie Edelsteine in einzigartigen Bildkompositionen inszeniert werden.

KEMPEN. Schon Sokrates entdeckte eine Wahrheit, die offenbar kein Verfallsdatum hat: „Der Schönheit ist es vergönnt, am meisten bemerkt zu werden.“ Achim Frenzel, Schmuckdesigner und Aktionskünstler aus Kempen, läßt sich eine Menge einfallen, damit schöne Steine und edle Metalle noch effektvoller zum Blickfang werden: Er kombiniert Schmuckstücke und eigene Fotografien und Grafiken zu buchstäblich schmucken Bild-Collagen, setzt diese dann hinter zwei dicke Glasscheiben und so geschickt ins Licht, daß ein holographischer, ein dreidimensionaler Eindruck entsteht.

Sinnfällig führt seine Frühjahrsausstellung im Atelier Mülhauser Straße 42 zu der Erkenntnis, daß Ringe und Reifen, Ketten und Colliers nicht nur auf der Haut derer zur Geltung kommen können, die sie tragen – sondern auch solo, als funkelnder Teil einer Bild-Komposition.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen. Die „schönste Ausstellungsfläche“ ist für Frenzel immer noch „das Dekolleté einer Frau“. Für diese belebte (Schau-)Bühne hat er elegant geschwungene Silber- und Gold-Reifen mit Stein-Dekors sowie Anhänger geschaffen, die originell, eigenschöpferisch und dabei gut tragbar sind. Florale, organische Figurationen von Edelsteinen zieren seine Schmuckstücke, wobei Turmalin zu einem Lieblingsmaterial geworden ist.

Frenzel arbeitet bei Bild-Schmuck-Collagen teils mit Fotografien, die bei seiner spektakulären Unterwasserausstellung 1995 im Kempener „Aquasol“ entstanden sind. Oder er kombiniert subtilen, aquarellartig verfremdete Erotik-Lichtbilder mit feinen Stein-Schöpfungen.

Die Atelier-Ausstellung an der Mülhauser Straße 42 (Hintereingang) ist bis zum 23. Mai zu sehen, werktags und am Pfingstsamstag von 16 bis 20 Uhr.


Bildunterschrift:
Achim Frenzel, Schmuckdesigner aus Kempen, präsentiert in seinem Atelier neue Arbeiten. Tanja Kothes zeigt das „Muschel-Collier“.
RP-Foto: Werner Königs

Die hier versammelten Zeitungsartikel sind nicht bloß Relikte vergangener Tage

sondern lebendige Spuren eines Weges, der sich im Spannungsfeld von Erkenntnis und Gestaltung entfaltet hat. Sie tragen Zeugnis von einer Zeit, in der das Denken nicht im Abstrakten verharrte, sondern danach strebte, Gestalt anzunehmen – sichtbar, erfahrbar und wirksam.

Es war mir früh beschieden zu erkennen, dass das Wahre sich nicht im isolierten Fach erschließt, sondern im Zusammenklang der Kräfte. Wissenschaft und Kunst, Analyse und Form, Zahl und Schönheit – sie sind keine Gegensätze, sondern Ausdruck ein und derselben Ordnung. Besonders in den Jahren auf dem Laborschiff am Rhein, inmitten der Strömungen und Wandlungen der Natur, offenbarte sich mir diese Einsicht mit eindringlicher Klarheit. Dort, wo das Leben sich in seinen feinsten Strukturen zeigte, begann ich zu begreifen, dass selbst die strengste wissenschaftliche Betrachtung stets auch eine ästhetische Dimension in sich trägt.

So erwuchs aus der Erkenntnis der Wunsch nach Darstellung. Nicht im Verborgenen sollte das Gedachte verbleiben, sondern hinaus in den Raum der Öffentlichkeit treten. Die Zeitungsartikel, die aus dieser Bewegung hervorgingen, sind Ausdruck dieses Willens. Sie berichten nicht allein von Ergebnissen, sondern von einem Prozess – von dem Ringen um Form, um Klarheit und um Selbstständigkeit.

Denn ebenso notwendig wie die Erkenntnis war die Freiheit, ihr zu folgen. Die Gründung eines eigenen künstlerischen Unternehmens wurde mir zum Mittel, diese Freiheit zu bewahren. Sie erlaubte es mir, die Verbindung von Wissenschaft, Gestaltung und unternehmerischem Handeln in eigener Verantwortung zu leben und zu entfalten – fernab der Begrenzungen, die sich allzu oft aus bloßer Anpassung ergeben.

Wenn ich heute auf diese Zeugnisse zurückblicke, so erkenne ich darin nicht nur Vergangenes, sondern eine fortdauernde Bewegung. Sie erzählen von einem Denken, das sich nicht zufrieden gibt, sondern weiterfragt; von einem Schaffen, das nicht endet, sondern sich wandelt. Gerade in einer Zeit, in der die Gewissheiten der akademischen Welt zu verblassen scheinen und viele den Wert des Wissens neu befragen, erscheint mir dieser Weg von besonderer Bedeutung.

Aus ihm heraus erwächst nun ein neuer Gedanke: die Gründung einer Universität mit dem Namen „Götz von Berlichingen“. Nicht als bloße Institution gedacht, sondern als lebendiger Ort des freien Geistes – ein Raum, in dem Erkenntnis und Gestaltung sich begegnen dürfen, ohne sich einander zu unterwerfen. Inspiriert vom Geist Goethes soll sie das verkörpern, was Bildung im Innersten sein kann: ein Akt der Selbstbestimmung.

So mögen diese Artikel dem Betrachter nicht nur als Rückblick erscheinen, sondern als Einladung. Als Hinweis darauf, dass jeder Weg, so individuell er auch sei, Teil eines größeren Zusammenhangs ist – und dass im Streben nach Wahrheit stets auch die Schönheit ihren Ort hat.

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